Das Kleine Herr Der Ringe Lexikon

Kleines Lexikon für alle Tolkien Fans ...



DER EINE RING

Der Eine Ring wird vom dunklen Herrscher Sauron im zweiten Zeitalter heimlich in den Feuern des Schicksalsberges in Mordor geschmiedet. Er lässt einen großen Teil seiner eigenen Macht in den Ring fließen, um diesem Kraft zu verleihen und die anderen Ringe der Macht zu beherrschen. Allerdings bindet sich der Dunkle Herrscher mit dieser Tat auch unwiderruflich an das Schicksal des Rings und geht so zugrunde, als der Ring zerstört wird.
Die auf Innen- und Außenseite des Ringes eingravierte Inschrift lautet in der Schwarzen Sprache:

"Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul,
ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul"
was zu Deutsch soviel bedeutet wie:

„Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden“

Sichtbar wird diese Inschrift nur unter dem Einfluss von glühendem Feuer. Der Text ist Teil eines längeren Gedichts, das auch die drei Elbenringe, die sieben Zwergenringe und die neun Ringe der Menschen beschreibt.

Der Eine Ring hat die Macht, diese anderen Ringe zu unterwerfen und ihre Träger zu verderben und schließlich zu Dienern Saurons zu machen. Der Ring kann seine Größe verändern, hat einen eigenen Willen und versucht, zu Sauron zu gelangen, wenn dieser ihn nicht trägt. Streift der Träger sich den Ring über den Finger, wird er unsichtbar. Der Träger selbst befindet sich dann in einer Schattenwelt und steht mit Sauron in Kontakt. Er kann von ihm und den Ringgeistern geortet werden. Außerdem macht er die wahre Gestalt der Ringgeister sichtbar, wenn sich diese in der Nähe befinden. Seine Macht und sein Einfluss auf den Träger sind so groß, dass er selbst für ehrbare Personen und deren beste Freunde eine Gefahr darstellt. Zudem verlängert er das Leben seines Trägers, wenn dieser lange in seinem Besitz ist.

Die Macht zu verderben und zu betrügen, die dem Ring innewohnt, ist untrennbar mit dem Wesen und dem Schicksal des Ringes verbunden. Solange der Ring existiert, folgt er seinem eigenen Willen, selbst wenn er dem jeweiligen Besitzer zu dienen scheint. In gewisser Weise strebt der Ring nach Absoluter Kontrolle über den Träger, um so zu seinem einzig wahren Herren Sauron zurückzukehren, denn so wie die Macht des Ringes ursprünglich von Sauron kommt, ist auch sein Wille der Saurons, der den Ring nur durch Betrug an den Elben von Eregion erschaffen konnte. So betrügt und verdirbt er Besitzer um Besitzer, wobei die Mächtigen ihm am Schnellsten verfallen.

Träger des Einen Ringes waren Sauron: Isildur, Gollum, Bilbo Beutlin, Frodo Beutlin sowie Sam Gamdschie. Andere Figuren, die den Ring begehrten, waren Saruman, Boromir, Denethor, Galadriel und Faramir. Die zwei Letzteren konnten jedoch dem Verlangen nach dem Ring widerstehen.


 


DIE DREI RINGE DER ELBEN

Diese drei Ringe sind die einzigen der 20 großen Ringe, die von Sauron nie berührt wurden und somit rein von seinem Einfluss blieben. Sie werden etwa im Jahr 1590 des Zweiten Zeitalters von Celebrimbor in Eregion geschaffen. Die drei Ringe zeigen ihre Macht, indem sie die Schönheit aller Dinge erhalten und bewahren. Als der Krieg der Elben gegen Sauron beginnt, erhält Celebrimbor von Galadriel den Rat, die Ringe zu verbergen. Deshalb erhält sie von ihm Nenya, den Ring des Wassers aus Adamant und Mithril. Vilya, den Ring der Luft aus einem blauen Saphir und Gold, sowie Narya, den Ring des Feuers aus Rubin, vertraut er Gil-galad an. Dieser übergibt sie dann an Elrond und Círdan, bevor er stirbt. Am Ende des dritten Zeitalters enthüllt Gandalf, dass er der Hüter Naryas ist, denn Círdan gab ihm den Ring, damit er die schwere Last, die auf ihn wartete, besser ertragen könne. Als der Eine Ring vernichtet ist, erlischt auch die Macht der Drei, und deren Träger verlassen Mittelerde.




 DIE SIEBEN RINGE DER ZWERGE

Sie werden ebenfalls mit dem Gedanken verteilt, ihre Besitzer dem Willen Saurons zu unterziehen. Allerdings prallt die schwarze Macht der sieben Ringe an der Dickköpfigkeit der Zwerge ab. Sie können weder Saurons Willen unterworfen werden noch schwinden sie als Geister dahin. Die Ringe können vorhandenes Gold vermehren und sie steigern die Goldgier ihrer Träger. So soll auf dem Grund der sieben Zwergenschätze je ein goldener Ring gelegen haben. Später werden vier der Ringe von Drachen gefressen oder zerstört, die anderen drei finden den Weg zurück zu Sauron. Die einzigen bekannten Träger von Zwergenringen waren Thorin Eichenschilds Vater Thrain und sein Großvater Thror. Dieser Ring, der Durin III. gegeben worden war, war angeblich der erste der Zwergenringe und nicht von Sauron gemacht, sondern von den Elben. Er war zugleich der letzte freie Ring neben den drei Elbenringen, bis er Thrain unter Folter in Dol Guldur abgenommen wurde.

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 DIE NEUN RINGE DER MENSCHEN

Mehr Erfolg erzielen die neun Ringe der Menschen, denn die Ringträger, welche unter anderem Fürsten númenorischer Abstammung waren, verwandeln sich langsam in Nazgûl (Ringgeister, auch Úlairi genannt) und werden zu den treusten Dienern Saurons. Ihr Anführer ist – neben Sauron – der Hexenkönig von Angmar.



 
SCHMUCKSTÜCKE / ERBSTÜCKE


Das Horn von Gondor

Das Horn von Gondor ist das mit Silber beschlagene Horn eines wilden Ochsen. Seit der Zeit von Vorondil dem Jäger, Vater des ersten Herrschenden Truchsessen von Gondor, ist es ein Erbstück des Hauses der Truchsessen und wird immer vom erstgeborenen Sohn getragen. Es heißt, der Ruf des Horns bliebe nicht ungehört, wenn er innerhalb der Grenzen Gondors erschallte.
Zuletzt trägt es Boromir auf seiner Fahrt mit der Gemeinschaft des Ringes. Es wird in zwei Hälften zerschlagen, als Boromir im Kampf mit mehreren Uruk-hai am Rauros (großer Wasserfall des Anduin) fällt. Aragorn, Legolas und Gimli legen das gespaltene Horn mit in Boromirs Totenboot, und es wird am Ufer des Anduins wieder an Land gespült, von wo aus es zu Denethor II. gebracht wird, der so vom Tod seines Sohnes erfährt.

Galadriels Phiole

Galadriels Phiole war ein in der Not hell erstrahlendes Glasgefäß, welches Frodo von Galadriel beim Abschied aus Lórien geschenkt bekam. Sie enthielt das Licht Earendils, der mit einem der Silmaril nach Valinor gefahren war und dort um Hilfe im Kampf gegen Morgoth gebeten hatte. Frodos Begleiter Samweis Gamdschie nutzt die Phiole etwa bei seinem Kampf gegen die Spinne Kankra. Einzig im Schicksalsberg, dem Zentrum von Saurons Macht, versagt die Phiole ihren Dienst.


WAFFEN

Stich

Das Schwert Stich, im Ersten Zeitalter in Gondolin geschmiedet, kommt in zahlreichen Schlachten zum Einsatz und gilt vielen eher als Großes Messer. Durch elbische Schmiedekünste vermag es, wie Glamdring und Orcrist, blau zu leuchten, wenn Orks in der Nähe sind.
Zum Ende des Dritten Zeitalters gelangt Bilbo Beutlin in den Besitz des Schwertes, als er mit Gandalf und den dreizehn Zwergen auf dem Weg zum Erebor ist. Während des Ringkrieges übergibt er Stich zusammen mit dem Kettenhemd aus Mithril an seinen Neffen Frodo, als dieser seine Reise zum Schicksalsberg antritt.

 

Orcrist

Das Schwert Orcrist (von den Orks Beißer genannt) wird ebenso wie seine Schwesterklingen Glamdring und Stich in Gondolin geschmiedet. Thorin Eichenschild nimmt die Klinge an sich, als er sie in der Höhle der zu Stein erstarrten Trolle vorfindet. Als Thorin in der Schlacht der Fünf Heere am Fuße des Berges Erebor fällt, wird Orcrist zu seinen Ehren auf sein Grab gelegt und warnt seither vor Angriffen der Orks, da es blau erstrahlt, wenn sich solche in der Nähe befinden.

Glamdring

Glamdring („Orkhammer“, von den Orks „Schläger“ genannt) ist ein von den Elben Gondolins geschmiedetes und von Turgon, ihrem Herrn, bis zu seinem Tod getragenes Schwert, das später in den Besitz Gandalfs fällt. Er findet es im „Kleinen Hobbit“ in einer Trollhöhle, zusammen mit den „Schwesterklingen“ Orcrist und Stich. Glamdring hat wie Stich die Eigenschaft in der Nähe von Orks blau zu leuchten. Mit Glamdring streckt Gandalf den Balrog von Morgoth in Moria nieder und kämpft mit ihm im Ringkrieg.


CHARAKTERE 

Sauron

Sauron ‚der faulige Atem‘ ist ursprünglich ein Maia im Dienste von Aule, er wird jedoch von Morgoth (Melkor) verführt, den er bewundert und zugleich fürchtet. Er wird einer seiner mächtigsten Hauptleute, besitzt jedoch weder die Macht noch das Temperament seines großen Vorbilds. Bei Melkors Verbannung in die Äußere Leere am Ende des Ersten Zeitalters entkommt Sauron und beginnt, in Mittelerde seine eigenen Ränke zu schmieden. Saurons Ziel ist die Alleinherrschaft über Mittelerde. Er erbaut im Lande Mordor die mächtige Festung Barad-dûr. Von den Elben wird ihm der Sindarinname Gorthaur gegeben, was ‚Der Grausame bzw. Schrecklicher Atem‘ bedeutet.
Im Zweiten Zeitalter schmeichelt Sauron sich bei den Elben als Annatar ‚Herr der Geschenke‘ ein. Weitere Namen Saurons sind Aulendil ‚Freund Aules‘ und Artano ‚Hochschmied‘. Er lernt von den Elben und lehrt sie ihrerseits, Ringe der Macht zu schmieden. Heimlich schmiedet er jedoch den Einen Ring, den Meisterring, auf den er einen Großteil seiner Macht überträgt. Wachsame Elbenfürsten wie Círdan, Gil-galad und Galadriel durchschauen ihn jedoch und halten die Drei Ringe der Elben vor ihm verborgen.

Sauron beginnt einen Krieg gegen die Elben von Eriador, unterwirft sich aber schließlich scheinbar den mächtigen Menschen von Númenor. Durch eine List gelingt es ihm, den König von Númenor gegen die Valar aufzuhetzen. Beim hierdurch ausgelösten Untergang Númenors kann er wiederum entkommen, verliert jedoch für immer seine ansprechende Gestalt, in der es ihm gelang, Elben und Menschen zu verführen. Als Geist fährt er zurück nach Mittelerde, wo er sich erst viel später wieder eine neue Gestalt geben kann.

Sauron kehrt nach Mordor zurück und baut gegen Ende des Zweiten Zeitalters ein neues Heer auf. Er wird durch den Letzten Bund der freien Völker Mittelerdes, angeführt von Ereinion Gil-galad, dem Hohen König der Elben von Mittelerde, und Elendil, dem König der westlichen Menschen, besiegt. Elendils Sohn Isildur schneidet ihm den Finger ab, an dem der Eine Ring steckt. Damit ist Saurons Macht gebrochen. Da Saurons Lebenskraft im Ring gebunden ist, kann Sauron dennoch als geschwächtes und körperloses Wesen in langen Jahren beginnen, seine Macht von Neuem aufzubauen. Zunächst errichtet er die Festung Dol Guldur im Eryn Lasgalen ‚Grünwald‘, der daraufhin bald Taur-nu-fuin ‚Wald der Furcht bzw. Düsterwald‘ genannt wird. Hier erfährt er von dem bevorstehenden Einmarsch durch die Mitglieder des Weißen Rates und flüchtet, ohne das sein Aufenthaltsort diesen bekannt wird, wieder nach Mordor und lässt seine Festung Barad-dûr, den Dunklen Turm wieder aufzubauen. Er beginnt bald darauf mit der Suche nach dem Einen Ring, denn dieser ist durch Bilbo wieder an der Erdoberfläche aufgetaucht und „ruft“ nach ihm.

Durch die Vernichtung des Einen Ringes in den Feuergluten des Schicksalsberges (Orod Ruin, Amon Amarth), in denen er geschmiedet wurde, wird auch Saurons Schicksal endgültig besiegelt, Barad-dûr stürzt ein, Saurons Einfluss auf die „bösen“ Kreaturen erlischt und auch die Macht der drei Elbenringe vergeht.



Istari

Die Istari ‚Diejenigen, die wissen‘) werden von den Menschen Mittelerdes als Zauberer oder Magier bezeichnet. Zuerst kam Saruman der Weiße, dann die zwei blauen Zauberer Pallando und Alatar, von denen nur überliefert ist, dass sie in den Osten von Mittelerde gehen und nie wiederkehren, Radagast der Braune und zuletzt Gandalf der Graue. Saruman der Weiße, welcher der Älteste unter ihnen ist und als erster die Gestade Mittelerdes betritt, ist auch ihr Anführer und hat den Vorsitz im Weißen Rat inne.
Die besonderen Eigenschaften der Istari: Über sie wird gesagt, dass sie in menschlicher Gestalt erschienen, alt, jedoch kraftvoll waren und, dass sie die Fähigkeit besaßen mit Tieren und Vögeln Zwiesprache zu halten. Sie waren sehr weise und vermochten vieles durch Geist und Hand zu bewirken.



 



Saruman

Saruman oder Curunír Glan ‚Mann der schlauen Pläne‘ oder ‚der Geschickte‘ ist ursprünglich der Oberste des Ordens der Zauberer und Vorsitzender des Weißen Rates. Er ist sehr bewandert in der Kunde von den Großen Ringen und erforscht lange ihre Geschichte. Außerdem versteht er sich in der Herstellung von vielen technischen und chemischen Erzeugnissen. Ein gutes Beispiel ist die Substanz mit der er bei Helms Klamm eine Bresche in die Mauer sprengen ließ. Auch verstand er sich in der Biologie, denn er kreuzte die Orks mit den Menschen, wodurch die Uruk-hai entstanden sind.
Als Wohnort wählt er sich den Turm Orthanc ‚Hohe Gabelspitze‘ in Isengart. Dieser wird als schlanker Turm aus einem schwarzen und unzerbrechlichen Stein beschrieben, der oben in spitzen Zinnen ausläuft, von denen aus Saruman nachts die Sterne beobachtet.

Während Saruman zunächst die treibende Kraft im Kampf gegen Sauron ist, wird er später von der Gier nach der Macht des Ringes und von Saurons Beeinflussungen durch den Palantír vom Orthanc zum Verrat veranlasst. Auch wachsen in dieser Zeit sein Stolz und seine Macht, so schmiedet er sich selbst einen Ring und nennt sich Saruman der Vielfarbige. Er hintergeht während des Ringkrieges Gandalf und hält ihn für einige Zeit auf der Zinne des Orthanc gefangen. Er stellt eine riesige Armee aus Uruk-hai, Orks und den Menschen aus Dunlad auf, die er gegen Rohan in den Krieg schickt. Sein inzwischen zur Festung ausgebauter Wohnsitz Isengart wird jedoch von den Ents erobert und – bis auf den Turm Orthanc – zerstört. Er selbst wird im Turm eingesperrt. Nachdem Saruman die freien Völker Mittelerdes verrät, indem er sich mit Sauron verbündet, verliert er jedoch seinen Platz im Weißen Rat. Gandalf, der zuvor schon den engsten Kontakt zu den Führern der Hochelben, Elrond und Galadriel, hat, wird nun zum Anführer des Widerstandes gegen Sauron.




Gandalf

Gandalf ‚Stab-Elb‘ ist eine der Hauptfiguren in den Romanen Der Herr der Ringe und Der kleine Hobbit. Er ist ein Maia in der Gestalt eines alten Mannes mit langem Bart und grauen (später weißen) Haaren. Er trägt ein legendäres elbisches Schwert namens Glamdring ‚Lärmhammer‘, das er während der Reise mit Bilbo in der Höhle der Trolle findet, und einen Zauberstab, der als großer Wanderstab beschrieben wird. Bei den Hobbits ist er vor allem bekannt durch seine spektakulären Feuerwerke.

Gandalf begleitet im Jahre 2941 des Dritten Zeitalters Bilbo und die 13 Zwerge auf ihrem Abenteuer, auf dem sie den Schatz und die Miene der Zwerge im Erebor (Sindarin für ‚Einsamen Berg‘) vom Drachen Smaug zurückerobern wollen. Diesen ist dabei die wahre Absicht Gandalfs allerdings nicht bekannt, die hinter dieser Reise steckte. Gandalf befürchtete nämlich, dass der wiedererstarkende Sauron sich Smaugs bemächtigen könnte, um die ‚Freien Völker‘ anzugreifen, ähnlich, wie Melkor es im Ersten Zeitalter mit den Drachen gemacht hatte.

Gandalf verlässt allerdings vorzeitig diese Reisegruppe, weil er etwas „zu erledigen“ hat. Auch diese Angelegenheit ist vielen nicht bekannt, aber er ist zu einer Beratung des Weißen Rates gerufen worden, auf der die Erstürmung Dol Guldurs beschlossen wurde, wo sich Sauron zu dieser Zeit noch aufhielt. Von dort kehrt er erst zurück, als der Erebor zurückerobert und der Drache vernichtet ist. Erst im Jahr 3018, nachdem Gollum von Aragorn gefangengenommen und von Gandalf verhört wird, erkennt dieser, dass der Ring, den Bilbo auf dieser Reise gefunden hat und an seinem 111'ten Geburtstag an Frodo weitergibt, der Eine Ring Saurons ist und rät dazu ihn zunächst zu Elrond nach Bruchtal zu bringen, wo letztendlich beschlossen wird den Ring nach Mordor zu tragen, um ihn dort in den Feuern des Orod Ruin (Sindarin für ‚Feuerberg‘) zu zerstören, an dem einzigen Ort, wo dies möglich ist, denn hier wurde er auch erschaffen.

Gandalf der Graue stürzt gegen Ende des ersten Bandes von Der Herr der Ringe in den Minen von Moria in einen Abgrund, als er mit einem Balrog kämpft. Letztlich besiegt Gandalf den Balrog, muss dafür aber mit seinem Leben bezahlen. Nach seinem Tod wird er jedoch als „Gandalf der Weiße“ zurückgeschickt, um seinen Kampf gegen Sauron zu Ende zu führen.
Als Gandalf der Weiße nimmt er die Saruman zugedachte Rolle unter den Istari ein und verstößt Saruman aus dem Orden. Von da an nimmt er eine weit aktivere Rolle im Kampf um Mittelerde ein und tritt als Weißer Reiter im Kampf um Rohan und Minas Tirith in Erscheinung. Er ist die treibende Kraft im Widerstandskampf gegen Sauron.
Am Ende des Herrn der Ringe zieht er mit vielen Elben und den Trägern des Einen Ringes, Bilbo und Frodo, zu den Grauen Anfurten, dem Hafen der Elben in Lindon und schifft sich ein, um mit ihnen nach Valinor zu segeln. Dabei trägt er offen Narya, den Ring des Feuers, einen der drei Elbenringe, den er bei seiner Ankunft in Mittelerde von Círdan erhalten hat. Mit diesem Schiff verlassen alle drei Elbenringe und ihre Träger Mittelerde für immer.
 

Legolas

Legolas ‚Grünblatt‘, wörtlich ‚grünes Laub‘ ist der Sohn von Thranduil, dem Elbenkönig des Düsterwaldes, und Enkel von Oropher. Er ist der einzige Elb unter den neun Gefährten, die von Bruchtal aus aufbrechen, um den Einen Ring nach Mordor zu bringen, damit er im Feuer des Schicksalsberges zerstört werden kann. Im Verlauf des Ringkrieges wird er zu einem engen Freund des Zwergs Gimli. Gemeinsam mit ihm verlässt er viele Jahre nach dem Ende des Ringkrieges Mittelerde, indem sie zusammen zur Fahrt über das Meer nach Westen aufbrechen – der wohl einzige Fall, in dem jemals einem Zwergen diese sonst nur Elben vorbehaltene Gunst gewährt wird.


Elrond

Der Halbelb Elrond ‚Sterngewölbe‘, geboren 532 E. Z. an den Mündungen des Sirion als Sohn von Earendil und Elwing, ist eine der zentralen Figuren in der Zeit des Herrn der Ringe. Wie sein Zwillingsbruder Elros (und alle Halbelben) wird er vor die Wahl gestellt, ob er Elb oder Mensch sein will. Er entscheidet sich für Ersteres – im Gegensatz zu seinem Bruder, der mit den Menschen auf die Insel Númenor zieht und erster König der Númenórer wird. In den Unruhen um Eregion im Zweiten Zeitalter zieht sich Elrond in ein Tal im Nebelgebirge zurück und gründet dort 1697 Bruchtal (Imladris). Um diese Zeit übergibt ihm Gil-galad Vilya, den blauen Ring, den Ring der Luft und ernennt ihn zu seinem Herold und Vize-Regenten von Eriador.
Im Jahre 109 des Dritten Zeitalters heiratet er Galadriels Tochter Celebrían ‚Silber-bekränzte‘. Ihre gemeinsamen Kinder sind Elladan, Elrohir und Arwen. Celebrían wird Mitte des Dritten Zeitalters, als sie, gemeinsam mit ihren Söhnen auf dem Weg nach Lothlórien zu ihrer Mutter das Nebelgebirge überqueren will, von Orks überfallen, verschleppt und schwer gefoltert. Es gelingt ihren Söhnen zwar sie zu befreien und zurück nach Imladris (Bruchtal) zu bringen, wo Elrond ihre körperlichen Wunden heilt, aber sie behält einen seelischen Schaden zurück, den er nicht zu lindern vermag, daher begibt sie sich ein Jahr nach dem Überfall zu den Grauen Anfurten und besteigt ein Schiff, dass in den Westen segelt.
In seinem Haus in Bruchtal heilt Elrond Frodo von der Stichwunde, die ihm der Hexenkönig auf der Wetterspitze zufügt. Er leitet kurze Zeit darauf den Rat von Elrond, in dem Vertreter der Menschen, Zwergen, Elben und Hobbits entscheiden, was mit dem Ring der Macht geschehen soll.
Er entsendet einige Dúnedain aus Eriador und seine Söhne Elladan und Elrohir, um Aragorn im Kampf an der Seite Rohans und Gondors zu unterstützen. Nach dem Ende des Ringkrieges verlässt er zusammen mit Galadriel, mehreren anderen Elben, Gandalf, Bilbo und Frodo Mittelerde in Richtung Valinor (Aman). Im Film spricht er dabei folgende Worte: „I Aear cân ven na mar – das Meer ruft uns nach Haus.“

Arwen

Arwen ‚königliche Maid‘ oder ‚Edelfrau‘, geboren im Jahr 241 D. Z., ist die Tochter Elronds und Celebríans und die Enkelin von Galadriel. Man nennt sie auch Undómiel (Quenya für ‚Tochter der Abenddämmerung‘; auch als ‚Abendstern‘ übersetzt).
Als Halbelbin kann sie sich zwischen dem (unsterblichen) Leben als Elbin und einem menschlichen, sterblichen Schicksal entscheiden. Als sie sich in den sterblichen Aragorn, den Thronerben von Arnor und Gondor, verliebt, wählt sie den Weg ihrer Vorfahrin Lúthien Tinúviel und entscheidet sich für ein sterbliches Leben – sehr zur Trauer ihres Vaters, der mit den übriggebliebenen Elben in die Unsterblichen Lande segelt.
Am Ende des Ringkrieges heiratet sie Aragorn und schenkt ihm einen Sohn namens Eldarion sowie mehrere Töchter. Nach Aragorns Tod in hohem Alter geht sie nach Lórien, wo sie ein Jahr später stirbt. Ihr Grab liegt auf dem Hügel Cerin Amroth, dort, wo sie sich einst mit Aragorn verlobte.

Aragorn

Aragorn II, Sohn Arathorns II., ist ein Anführer der Dúnedain in Eriador und ein Nachfahre von Isildur. Er ist der Erbe der Königswürde von Gondor und Arnor.

Als Aragorn zwei Jahre alt ist, wird sein Vater Arathorn im Kampf mit Orks durch einen Pfeil getötet. Aragorn und seine Mutter Gilraen kommen nach Bruchtal, wo Elrond die Rolle eines Vaters für Aragorn übernimmt. Um ihn vor dem Feind zu schützen, der nach dem Erben Isildurs sucht, wird seine wahre Identität verschleiert und er wird nur noch Estel ‚Hoffnung‘ genannt. Erst als Aragorn 20 Jahre alt wird, nennt Elrond ihm seinen richtigen Namen und eröffnet ihm seine Bestimmung.
In Bruchtal begegnet Aragorn Elronds Tochter Arwen Undómiel und verliebt sich in sie. Elrond sagt Aragorn daraufhin, dass er Arwen an keinen Geringeren als den König von Arnor und Gondor geben würde. Aragorn verlässt Bruchtal und bereist viele Gegenden Mittelerdes, um sich auf seine schwere Aufgabe vorzubereiten. In dieser Zeit wird er ein Freund Gandalfs. Während seiner gefährlichen Reisen und in seiner oft langen Abwesenheit lässt er das Auenland durch die Dúnedain bewachen.
Unter dem Namen Thorongil dient Aragorn unter anderem Ecthelion, dem Statthalter Gondors und Vater Denethors, als Heerführer. Durch strategisches Geschick vernichtet er nahezu die gesamte Flotte der Korsaren von Umbar und verdient sich dadurch großen Ruhm in Gondor. Er verlässt den Hof von Gondor, als Denethor an die Macht kommt, der zu ahnen scheint, wer der mysteriöse Feldherr wirklich ist.

Nachdem er von Gandalf erfahren hat, dass der Eine Ring gefunden worden ist, spürt er Gollum auf, als dieser aus Mordor zurückkehrt. Während Gandalf von Saruman aufgehalten wird, trifft die Gemeinschaft der Hobbits um Frodo in Bree auf Aragorn. Er offenbart sich ihnen unter dem Namen ‚Streicher‘ und führt sie durch die Sümpfe und über die Berge nach Bruchtal, wo er an Elronds Rat teilnimmt und anschließend als einer der Neun Gefährten mit Frodo und dem Ring nach Süden aufbricht. Nach Gandalfs Sturz in Moria führt er die Gemeinschaft des Ringes bis zu deren Zerfall in Parth Galen. Im folgenden Ringkrieg übernimmt er nach der siegreichen Schlacht auf dem Pelennor den Oberbefehl des Heers des Westens im letzten Kampf gegen Sauron.
Nach Ende des Ringkrieges wird er unter dem Namen Elessar ‚Elbenstein‘ zum König des wiedervereinten Königreiches von Arnor und Gondor gekrönt. Er heiratet Arwen, die für ihn ihre Unsterblichkeit aufgibt. Sie schenkt ihm einen Sohn, Eldarion ‚Elbensohn‘, sowie mehrere Töchter.

Isildur

Isildur ist Elendils Sohn. Er flieht zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder Anárion im Jahre 3319 Z. Z. aus dem untergehenden Númenor. Die Brüder werden die ersten Könige Gondors. Isildur regiert in Minas Ithil, bis dieses im Jahre 3429 von Sauron eingenommen wird. In der Schlacht von Dagorlad im Jahr 3434 Z. Z. gelingt es Isildur, den Einen Ring vom Finger Saurons zu schneiden und ihn damit zu besiegen. Er verfällt aber der Macht des Ringes und weigert sich, ihn zu zerstören. Wenige Jahre später gerät er bei den Schwertelfeldern in einen Hinterhalt und wird von Orks erschossen, als ihm der Ring bei seinem Fluchtversuch über den Fluss Anduin vom Finger rutscht und ihn damit wieder sichtbar werden lässt.

Boromir

Boromir wird im Jahr 2978 D. Z. als ältester Sohn Denethors II. (Truchsess von Gondor) und dessen Frau Finduilas von Dol Amroth geboren. Boromir wird als stolzer und hochgewachsener Mensch beschrieben, der sich vor allem im Kampf durch Mut, Kraft und Geschicklichkeit auszeichnet. Nach einem prophetischen Traum, den auch sein jüngerer Bruder Faramir träumt, reist er nach Bruchtal, um sich den Traum deuten zu lassen.
Als ältester Sohn und Erbe des Truchsessen trägt er das Horn von Gondor. Er begleitet die Gemeinschaft des Ringes bis zu den Rauros-Fällen. Dort kommt es zu einem Streit zwischen ihm und Frodo Beutlin, bei dem er versucht, den Ring gewaltsam an sich zu nehmen. Er ist mehr und mehr vom Ring besessen, den er nicht als Gefahr, sondern vielmehr als mächtige Waffe sieht, die man nicht vernichten darf. Seine Tat hat den Bruch der Gemeinschaft zur Folge. Frodo trennt sich von der Gemeinschaft, indem er sich mit dem Ring unsichtbar macht und flieht. Boromir erkennt zu spät seine Verblendung. Er versucht, seinen Fehler wieder gut zu machen und wird durch eine Vielzahl von Orkpfeilen getötet, als er Merry und Pippin vergeblich gegen eine Übermacht von Orks und Uruk-hai verteidigt. Im Film wird er von dem Uruk-hai Lurtz getötet.
Boromir wird von den verbliebenen Gefährten Aragorn, Legolas und Gimli zusammen mit seinen Waffen und dem Horn von Gondor in einem Boot bestattet. Sein jüngerer Bruder Faramir sieht das Bestattungsboot später auf dem Anduin gen Süden treiben. Das Horn wird, in zwei Teile zerborsten, ans Ufer geschwemmt und zu seinem Vater Denethor gebracht, der daraufhin in tiefe Trauer fällt.


Númenórer

Zu den Númenórer gehören alle, die einst von den Valar gesegnet, welche ihnen die Insel Númenor schenkten, die sie eigens aus den Tiefen des Meeres erhoben. Die Insel liegt westlich von Mittelerde und wird daher auch Westernis genannt. Die Númenórer sind mit einem langen Leben gesegnet. Als Sauron die Númenórer zum Krieg gegen die Valar und Elben aufstachelte, führte das zum Untergang Númenors. Die wenigen Überlebenden waren jene, die sich treu zu den Valar verhielten und daher im Exil die „Getreuen“ genannt wurden. Sie gründeten in Mittelerde die Königreiche Arnor und Gondor.


Durin

Durin war der Älteste der Sieben Väter der Zwerge. Die Zwerge wurden daher oft auch als Durins Volk bezeichnet. Er nahm seinen Wohnsitz in Azanulbizar, wo später Khazad-dûm entstand. Durin wurde auch der Unsterbliche genannt, weil er sehr lange lebte und sein Geschlecht bis in die Tage des Vierten Zeitalters nie erlosch. Außerdem wurde fünfmal ein Erbe geboren, der seinem Stammvater so ähnlich sah, dass auch er Durin genannt wurde. Der letzte dieser Reihe, Durin VI., wurde 1980 D. Z. in Moria von einem Balrog erschlagen, den die Zwerge weckten, als sie in ihrer Gier nach Mithril zu tief gruben. Durin wurde in vielen Liedern und Gedichten der Zwerge besungen.

Gimli

Gimli, Glóins Sohn, (* 2879 D. Z.) verbringt seine Jugend in den Ered Luin (Sindarin für ‚Blaue Berge‘) im Nordwesten von Mittelerde. Sein Vater Glóin und dessen Bruder Oin gehören zu den 13 Zwergen, denen Bilbo Beutlin sich auf der Reise zum Erebor anschließt.
Gimli gehört als einziger Vertreter der Zwerge zur Gemeinschaft des Ringes um den Ringträger Frodo Beutlin. Er schließt enge Freundschaft mit dem Elben Legolas und erhält daher den Beinamen Elbenfreund.
Nach Saurons Sturz bringt Gimli einen Teil des Zwergenvolks von Erebor in den Süden und wird der Herr der Glitzernden Höhlen. Er und sein Volk vollbringen große Werke in Gondor und Rohan. In Minas Tirith ersetzen sie das durch den Hexenkönig zerstörte Tor durch ein neues, das sie aus Mithril und Stahl schmieden.
Gemeinsam mit Legolas verlässt Gimli im Jahr 100 V. Z. Mittelerde, um in Valinor zu leben – als einziger Zwerg, dem dieses besondere Vorrecht der Elben jemals gewährt wird.

Frodo Beutlin

Frodo Beutlin (im Original: Frodo Baggins; * 22. September 2968 D. Z.) ist der Sohn von Drogo Beutlin und Primula Brandybock. Als er 12 Jahre alt ist, kommen seine Eltern bei einem Bootsunfall ums Leben. Von da an lebt er bei Bilbo Beutlin, der ihn später zu seinem Adoptivsohn und Erben macht. Als Bilbo an seinem hundertelften Geburtstag (gleichzeitig Frodos 33. Geburtstag) das Auenland wieder verlässt, hinterlässt er Frodo seinen Besitz und vertraut ihm auch seinen unsichtbar machenden Ring an, den er auf seiner Fahrt zum Erebor gefunden hat.

Siebzehn Jahre später erfährt Frodo zu seinem Entsetzen von Gandalf, dass es sich bei dem Ring um den Einen Ring von Sauron handelt. Gandalf erklärt ihm, dass der Ring vernichtet werden muss. Eine Weile später macht Frodo sich daher mit seinen Freunden Sam, Merry und Pippin auf den Weg nach Bruchtal, um den Ring vor den Ringgeistern in Sicherheit zu bringen. Frodo wird auf der Flucht vom Anführer der Ringgeister an der Wetterspitze fast getötet, erreicht aber mit Hilfe von Aragorn und dem Elben Glorfindel gerade noch rechtzeitig Bruchtal, wo er von Elrond geheilt wird.
Später bricht er – nach der Entscheidung des Rates von Elrond – mit der Gemeinschaft des Ringes nach Mordor auf, um den Ring in die Feuer des Schicksalsberges zu werfen und so zu zerstören. Er trägt einen Harnisch aus Mithril, der ihm mehrmals das Leben rettet. Den Harnisch hat ihm Bilbo geschenkt, der ihn seinerseits von den Zwergen des Einsamen Berges erhalten hat. An den Rauros-Fällen trennt er sich vom Rest der Gemeinschaft, nachdem Boromir versucht hat, ihm den Ring gewaltsam abzunehmen. Zusammen mit Sam überquert er die Emyn Muil und die Totensümpfe und gelangt schließlich unter der Führung von Gollum bis nach Mordor. Sam und Frodo werden schließlich von Gollum verraten, der sie in die Falle der schrecklichen Spinne Kankra lockt. Nach einem Stich der Spinne wird der bewusstlose Frodo von Orks gefangen genommen und in den Turm von Cirith Ungol gebracht. Von dort rettet ihn Sam, der im Glauben, Frodo sei von der Spinne getötet worden, auch den Ring an sich genommen hat.

Der Ring wird für Frodo trotz der überraschenden Zähigkeit der Hobbits, die zuvor nur Gandalf vermutet hat, immer mehr zur unerträglichen Belastung. Trotz der unerschütterlichen Loyalität und Hilfe seines Gefährten Sam steht die Fahrt auf Messers Schneide, bis der Ring schließlich zum Schicksalsberg gelangt. Zuletzt ist Frodo so sehr von der Macht des Ringes beeinflusst, dass er nicht imstande ist, den Ring ins Feuer zu werfen, sondern ihn für sich selbst beansprucht. Gollum, selbst ein früherer Ringträger, der die Hobbits bis zuletzt verfolgt, nimmt ihm jedoch die Entscheidung ab, indem er ihm gierig den Ring-Finger abbeißt und im Freudentaumel über den wiedererlangten Ring in die Feuer des Schicksalsberges stürzt. Auf diese Weise endet der Ringkrieg mit Saurons Vernichtung. Frodo und Sam werden von den Adlern vom Schicksalberg gerettet und zum siegreichen Heer des Westens unter Führung des künftigen Königs Aragorn gebracht, wo sie als Helden gefeiert werden.

Schließlich kehrt Frodo in das Auenland zurück. Dort befreit er mit seinen Freunden Pippin, Merry und Sam das Auenland aus der Gewalt Sarumans. Zwei Jahre später, noch immer belastet durch seine verschiedenen Verletzungen aus seinen Abenteuern, erhält Frodo zusammen mit Bilbo die Erlaubnis, mit den Elben und Gandalf von den Grauen Anfurten, den letzten Häfen der Elben, in die unsterblichen Lande nach Valinor zu segeln.

Samweis Gamdschie

Samweis „Sam“ Gamdschie ist Frodos Gärtner und später dessen ständiger Begleiter auf dem Weg zum Schicksalsberg. Ursprünglich von Gandalf als Frodos Begleiter nur auf seiner Reise nach Bruchtal vorgesehen, wird er vom Rat von Elrond zu einem Mitglied der Neun Gefährten bestimmt und folgt seinem Herrn durch Moria, Lorien und letztlich (als einziger der Gefährten) bis nach Mordor. Als humorvoller, mutiger und loyaler Freund und Diener für Frodo trägt er sehr viel zur Erfüllung der Aufgabe bei.
Sam fühlt sich auf eine besondere Art und Weise für Frodo verantwortlich und umsorgt ihn aufmerksam. So ist er der erste, der Boromir misstraut, und auch Gollum, der sie mehr oder weniger unfreiwillig auf einem Teil des Weges als Führer begleitet, ist ihm mehr als suspekt. Als Frodo von Gollum bei Kankras Lauer in einen Hinterhalt gelockt wird, kämpft Sam zunächst mit Gollum und kurz darauf mit Kankra, der riesigen Spinne, die seinen Herren vergiftet und eingesponnen hat. In dem Glauben, der vom Spinnengift betäubte Frodo sei tot, nimmt Sam den Ring, das kleine Elbenschwert Stich und Galadriels Phiole, um die Aufgabe allein zu Ende zu führen. Als er erfährt, dass sein Herr nicht tot ist, rettet er ihn aus der Gefangenschaft der Orks, gibt ihm den Ring zurück und begleitet ihn aufopferungsvoll bis zum Schicksalsberg. Die Orks halten ihn wegen der Verletzungen, die er Kankra zugefügt hat für einen großen Elbenkrieger.
Nach dem Ende des Ringkrieges und der Befreiung des Auenlandes heiratet er Rosie Hüttinger , die mit ihm 13 Kinder hat. Nachdem Frodo, Bilbo und Gandalf Mittelerde verlassen haben, wird Sam für sieben Wahlperioden Bürgermeister und lebt viele Jahre hoch angesehen im Auenland. Erst nach dem Tod seiner Frau verlässt er Mittelerde und erhält als einer der (wenn auch nur kurzzeitigen) Ringträger die Erlaubnis, ebenfalls nach Valinor zu segeln.

Gollum/ Sméagol

Gollum (ursprünglicher Name: Sméagol) wird als Hobbit geboren und gehört zunächst einer Familiengruppe vom Hobbitstamm der Starren an.
Sméagols Vetter Déagol findet beim Angeln im Fluss Anduin (bei den Schwertelfeldern) einen schönen goldenen Ring, den Sméagol schon beim ersten Anblick sehr begehrt. Da es sein Geburtstag ist, verlangt er von Déagol, ihm den Ring zu schenken. Als dieser sich weigert, erwürgt Sméagol ihn und versteckt seine Leiche. Anschließend steckt sich Sméagol den Ring an den Finger und kehrt in sein Dorf zurück. Er bemerkt bald, dass er unsichtbar ist, wenn er den Ring trägt. Der Ring verändert aber auch sein Wesen: er wird mit der Zeit misstrauisch, heimtückisch und scharfsinnig für alles, was andere verletzen kann. Wenn Sméagol sichtbar ist, wird er daher von seinen Verwandten gemieden und herumgestoßen, wofür er sich wiederum mit Hilfe des Ringes rächt. Da er nach einiger Zeit nur noch Brabbel- und Gluckslaute von sich gibt, nennen ihn alle bald Gollum und verwünschen ihn. Schließlich wird er von seiner Großmutter, der Autoritätsperson des Dorfes, verstoßen.
Sméagol zieht gekränkt und verletzt davon, lebt von rohem Fisch und beginnt, seine Umwelt zu hassen. Nichts kann er mehr ertragen, auch die Sonne und den Mond hasst er. Er folgt der Quelle eines Flusses bis tief unter das Nebelgebirge hinein und lebt dort in Stollen und Höhlen, geschützt vor der Sonne, die er nun „gelbe Fratze“ nennt. Dort bleibt er fast 500 Jahre, denn der Ring verlängert sein Leben auf unnatürliche Weise. In dieser Zeit verdirbt der Ring seine Seele fast völlig. Gollum nennt den Ring nur noch „seinen Schatz“ oder sein „Geburtstagsgeschenk“ und er wird im Laufe der Zeit zu einer gespaltenen Persönlichkeit. Er spricht mit seinem „Schatz“, und in seinen Selbstgesprächen bezeichnet er auch sich selbst als „mein Schatz“.

Der Hobbit Bilbo Beutlin, der während eines Kampfes mit Orks von seinen Kameraden getrennt worden ist und in den unterirdischen Höhlen des Nebelgebirges umher irrt, findet – durch Zufall oder Schicksal – den Ring, den Gollum unbemerkt verloren hat. Kurz darauf trifft Bilbo auf Gollum, der den Verlust noch nicht entdeckt hat. Sie beginnen einen Rätselwettstreit, und Bilbo gewinnt mit der Frage „Was habe ich in meiner Tasche?“, deren Antwort Gollum nicht erraten kann. Mit Hilfe des Ringes entkommt er Gollum und kehrt zu seinen Gefährten zurück. Gollum vermutet jedoch zu Recht, dass es sich bei dem Gegenstand in Bilbos Tasche um den von ihm verlorenen Ring, seinen Schatz, handelt.

Viele Jahre später macht sich Gollum – aufgezehrt von der Sehnsucht nach „seinem Schatz“ – auf die Suche nach Bilbo, von dem er lediglich den Nachnamen „Beutlin“ und seine Heimat, das Auenland, kennt. Dabei gerät er nach Mordor, an dessen Grenzen er gefangen und verhört wird. Auf diese Weise erfährt Sauron, dass der Eine Ring wiedergefunden wurde und sich bei „Beutlin“ im Auenland befinde. Daraufhin beginnt die Jagd nach dem Ringträger. Der Dunkle Herrscher sendet alsbald seine Nazgûl aus, um den Ring zurückzuholen. Gollum wird wieder freigelassen – glaubt jedoch, er sei aufgrund eigener Schläue entkommen. Gollum wird später von Aragorn gefunden und gefangen. Gandalf der Graue verhört ihn und übergibt ihn anschließend den Elben des Grünwalds zur Bewachung. Gollum kann aber mit Hilfe der Orks wieder fliehen und entkommt in die Minen von Moria.




!!!Hierbei handelt es sich um eine verkürzte Kopie anderer Lexikas!!!

Quellenverzeichnis:
HDR-Seite.de
Lord of Rings
Council of Elrond
HDRF
Academic

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